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Leitfaden zur Interoperabilität und Kompatibilität optischer Transceiver

Worton

Übersetzer*in Felix
19. August 2021

Unzählige kompatible Glasfaser-Transceiver sind bereits in Netzwerken eingesetzt worden. Es gibt jedoch immer noch Bedenken hinsichtlich der Qualität, Interoperabilität und Kompatibilität bei der Auswahl der optischen Transceiver. Eine sorgfältige Auswahl ist auf dem heutigen überfüllten Markt für OEM-kompatible Transceiver von großer Bedeutung. Werden die optischen Transceiver reibungslos mit anderen Modulen zusammenarbeiten? Werden die Module mit den Switches kompatibel sein und einwandfrei funktionieren? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die Interoperabilität und Kompatibilität der optischen Transceiver feststellen können.

Wie kann man die Interoperabilität zwischen zwei optischen Transceivern sicherstellen?

Wenn es um die Verbindung zwischen zwei Glasfaser-Transceivern geht, sollten die folgenden vier Faktoren berücksichtigt werden: Wellenlänge, Geschwindigkeit, Fasertyp und der Anschluss an Switches.

Voraussetzung 1: Identische Wellenlänge

Bei einer Glasfaserverbindung ist der LWL-Transceiver für die Umwandlung elektrischer Signale in optische Signale zuständig, wenn Daten von einem Ende zum anderen übertragen werden und umgekehrt. Daher sollten die optischen Transceiver an beiden Enden eine identische Wellenlänge unterstützen, um den Prozess zu realisieren. Genauer gesagt müssen die Wellenlängen der optischen Transceiver an beiden Enden aufeinander abgestimmt sein. Eine nicht angepasste Wellenlänge kann zu Verlusten und Beeinträchtigungen bei der Datenübertragung führen. So kann beispielsweise ein 1310nm-Transceiver nicht mit einem 850nm-Transceiver kommunizieren. Darüber hinaus sollte auch der Arbeitsmodus der Module an beiden Enden aufeinander abgestimmt sein. Ein Vollduplex-Transceiver sollte mit einem anderen Vollduplex-Transceiver gepaart werden. Die Übertragung ist nicht möglich, wenn ein Vollduplex-Modul mit einem Halbduplex-Modul verbunden wird.

Voraussetzung 2: Gleiche Geschwindigkeit

Es kann vorkommen, dass zwei Module mit ähnlichem Aussehen vermischt werden oder dass ein Transceiver gleicher Größe an den falschen Switch-Port angeschlossen wird. In diesen Fällen wird die Verbindung nicht wie erwartet realisiert oder funktioniert überhaupt nicht. Nehmen Sie als Beispiel 1G SFP und 10G SFP+. Da sie die gleiche Größe haben, kann ein SFP-Modul nahtlos in den SFP+-Port des Switches eingesteckt werden und umgekehrt. Wenn Sie ein SFP+-Modul in einen SFP-Port stecken, funktioniert es auf die begrenzten 1 Gbit/s Übertragungsgeschwindigkeit. Umgekehrt wird ein SFP-Modul, das in einen SFP+-Port eingesteckt wird, nicht angeschlossen. Folglich können die meisten Glasfaser-Transceiver mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten nicht miteinander zusammenarbeiten. Eine Ausnahme bilden die 10GBASE-T-Module, die bei Verwendung von Cat5e/Cat6/Cat6a-Kabeln 1000Mbps, 2,5Gbps, 5Gbps und 10Gbps unterstützen.

Voraussetzung 3: Richtiger Fasertyp

Nachdem die oben genannten Bedingungen erfüllt sind - die unterstützten Wellenlängen und die Geschwindigkeit der beiden optischen Transceiver dürfen nicht vertauscht werden - ist auch die Auswahl der entsprechenden Glasfaserkabel entscheidend. Im Allgemeinen können Multimode-Glasfaserkabel in OM1-, OM2-, OM3-, OM4- und OM5-Fasertypen eingeteilt werden, die alle für Kurzstreckenübertragungen verwendet werden. Wenn ein Modul mit OM1/OM2-Fasern angeschlossen ist, während ein anderes mit OM3/OM4-Fasern angeschlossen ist, wird die Verbindung nicht hergestellt werden können. Die Identifizierung anhand der standardisierten Farben auf dem Außenmantel der Fasern kann helfen. Lesen Sie den Abschnitt über Multimode-Fasertypen: OM1 vs OM2 vs OM3 vs OM4 vs OM5, um mehr über ihre Unterschiede zu erfahren. Wenn der richtige Fasertyp gewählt wird, gibt es keine Einschränkungen bei den Steckertypen. Ein SC-Stecker an einem Ende und ein LC-Stecker am anderen Ende sind durchaus möglich.

Voraussetzung 4: Einwandfreier Betrieb an Switches

Mit den oben genannten Voraussetzungen ist eine solide Grundlage für den folgenden Feldversuch geschaffen worden. Vergewissern Sie sich zum einen, dass die kompatiblen Module, die Sie gekauft haben, an den Original-Switches getestet wurden. So muss beispielsweise ein Cisco-kompatibler Glasfaser-Transceiver auf Cisco-Switches getestet werden, um abnormale Funktionen zu vermeiden. Andererseits sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Geräte die Module, die Sie verwenden möchten, unterstützen. Denn die Switches einiger Marken sind nicht ohne weiteres mit den Modulen anderer Hersteller kompatibel.

Connection to the Switch.jpg

Wie stellt man die Kompatibilität optischer Transceiver sicher?

Die erste und wichtigste Voraussetzung für den einwandfreien Betrieb eines optischen Transceivers in Netzwerk-Switches ist die Kompatibilität. Wie im letzten Teil erwähnt, verschlüsseln einige Hersteller ihre Geräte, was die Kompatibilität der Module erschweren kann. Um sicherzustellen, dass ein Transceiver eines Drittanbieters mit dem OEM-Switch funktioniert, ist die Wahl eines zuverlässigen Anbieters mit einem strengen Testsystem für Transceiver entscheidend.

Ein ausgeklügeltes Prüfsystem

Das Testsystem kann grob in zwei Bereiche unterteilt werden: Test für halbfertige Module und Test für fertige Module. Erstere können weiter unterteilt werden in eine grundlegende Prüfung des Aussehens (Zubehör, Verpackung, Verarbeitung usw.) und parametrische Leistungstests. Letztere umfassen verschiedene Tests wie optische Leistungstests, Spektraltests, Augendiagrammtests, digitale Diagnosefunktionstests, Hoch- und Tieftemperaturtests usw. Die fertigen Module werden einer doppelten Prüfung unterzogen und die Schalterverbindungstests für DDM, Kompatibilität und Konnektivität werden durchgeführt. Für die Kompatibilitätstests werden die kompatiblen Module mit den OEM-Switches getestet. Die Durchführung einer Reihe strenger Tests kompatibler Transceiver kann daher einen einwandfreien Betrieb auf Geräten wie Switches garantieren.

Tests for Optical Transceivers.jpg

Vertrauenswürdige Drittanbieter

Wie ist ein Drittanbieter zu bewerten? Zunächst eine allgemeine Bewertung der Qualifikationen. Ein zuverlässiger kompatibler Drittanbieter erfordert die Investition in umfassende Ausrüstung wie Switches und Server, die Fähigkeiten der Testumgebung, eine Fülle erfahrener Mitarbeiter und die gründliche Dokumentation der Testparameter und -ergebnisse. Außerdem wird die Frage der Kompatibilität für viele Nutzer verunsichern. Daher sind Wartung und andere Serviceleistungen nach dem Kauf von entscheidender Bedeutung. Ein professionelles Mitarbeiterteam ist ebenfalls erforderlich, um technische Fragen zu beantworten, wenn etwas mit den kompatiblen Modulen nicht stimmt.

FAQs

1. Können zwei optische Transceiver verschiedener Marken/Hersteller miteinander verbunden werden?

Wenn die Wellenlänge, die Geschwindigkeit und der Glasfasertyp der Module identisch sind und die Module an den ursprünglichen Switches normal funktionieren, können zwei Module verschiedener Marken miteinander verbunden werden.

2. Kann ich 1G SFP- und 10G SFP+-Module zusammen verwenden?

Die Antwort lautet: Ja. Unter der Voraussetzung, dass beide die gleichen Spezifikationen wie Geschwindigkeit und Wellenlänge aufweisen und die entsprechenden Fasern ausgewählt werden. Beachten Sie, dass die Übertragungsgeschwindigkeit auf 1G anstelle von 10G beschränkt ist.

3. Wird die Leistung meiner OEM-Switches beeinträchtigt, wenn ich kompatible Module wähle?

Die MSA-Standards stellen sicher, dass alle optischen Transceiver die festgelegten Spezifikationen einhalten. Wenn die kompatiblen Module denselben Standards entsprechen wie die vom OEM selbst hergestellten, haben sie keinen Einfluss auf die Leistung des Hostsystems.

4. Erlischt durch die kompatiblen Glasfasertransceiver meine Garantie für die Switches des Herstellers?

Nein, der Einsatz kompatibler Module führt nicht zum Erlöschen der Garantie. Die Hersteller können nicht verlangen, dass nur ihre Originalteile mit ihren OEM-Systemen verwendet werden dürfen, um die Garantie zu erhalten.

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