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Funktionen des DIP-Switch bei Unmanaged Medienkonvertern

Migelle

Übersetzer*in Felix
6. Januar 2020

Wie wird der Glasfaser-Medienkonverter verwaltet? Verwaltete Fasermedienkonverter unterstützen die Verwaltung von Carrier-Grade-Netzwerken. Und nicht verwaltete Konverter mit "Plug-and-Play"-Funktionen können ebenfalls einige einfache Funktionen ausführen, so wie der verwaltete Konverter, jedoch mit Hilfe eines DIP-Schalters. Ein Unmanaged Medienkonverter, der mit einem DIP-Switch ausgestattet ist, kann durch Umschalten der entsprechenden Taste manuell verwaltet werden, so dass die volle Kontrolle über die genaue Funktion, die das Gerät in einer Reihe von definierten Szenarien oder Anwendungen ausführt, möglich ist.

Was ist der DIP-Switch beim Unmanaged Medienkonverter?

Ein DIP-Switch (Dual In-Line Package Switch) ist eine einfache und kostengünstige Komponente, die bei der Auswahl und dem Wechsel zwischen verschiedenen Hardware- oder Geräteoptionen helfen kann. Benutzer können jeden Schalter zwischen einer On- und Off-Position umschalten, um bestimmte Funktionen zu aktivieren oder zu deaktivieren.

DIP switch on media converter.jpg

Abbildung 1: DIP-Switch an einem Medienkonverter

Bei der Anwendung auf den Unmanaged Medienkonverter wird er normalerweise am unteren Ende des Gehäuses platziert. DIP-Switches auf verschiedenen nicht verwalteten Medienkonvertern können sich durch die Anzahl der winzigen Kippschalter unterscheiden, die die Kontrolle über die genaue Funktion des Konverters ermöglichen. Je mehr Kippschalter vorhanden sind, desto mehr Funktionen kann der Medienkonverter realisieren. Zu den üblichen Dip-Switch-Einstellungen bei Unmanaged Medienkonvertern gehören Link Fault Pass-Through, Port-Isolation, Jumbo-Frame und Forward Mode Selection.

Gängige Funktionen von DIP-Switches

In diesem Teil werden wir die genauen Funktionen eines typischen DIP-Switch-Sets näher betrachten.

Link Fault Pass-through

Link Fault Pass-Through (LFP) kann eine konstante Überwachung der an die Medienkonverter angeschlossenen Links bieten. Wenn ein Gerät an den Medienkonverter angeschlossen ist und die Kupfer- oder Glasfaserleitung die Verbindung unterbricht, trennt der Medienkonverter die Übertragungsverbindung auf der gegenüberliegenden Schnittstelle. Mit dem DIP-Switch kann man die LFP-Funktion auf einem Unmanaged Fiber-Medienkonverter aktivieren (ON) oder deaktivieren (OFF).

Jumbo-Frame

Ein Jumbo-Frame ist ein Ethernet-Frame, der eine Nutzlast trägt, die größer ist als die standardmäßige maximale Übertragungseinheit (MTU) von 1.500 Bytes. Er kann bis zu 9.000 Bytes groß sein. Um eine größere Nutzlast in jeden Frame zu packen, kann der Medienkonverter weniger Frames verarbeiten. Daher kann die Aktivierung von Jumbo-Frames die Netzwerkleistung durch effizientere Datenübertragungen verbessern. Hierzu muss nur der Switch verwendet werden, um den Durchgang von Jumbo-Frames einer bestimmten Größe (z.B. 9k Bytes; sie kann von verschiedenen Anbietern variieren) zu ermöglichen.

Port-Isolation

Im Allgemeinen können die TP1 und TP2 auf dem Medienkonverter die gleichen Informationen erhalten. Durch die Aktivierung der Port-Isolation können TP1 und TP2 in Bezug auf die Datenübertragung getrennt werden, was die Netzwerksicherheit verbessert. Mit dem DIP-Switch kann man die Port-Isolation zwischen zwei Kupferports aktivieren (ON) oder deaktivieren (OFF).

FX 100M

Diese Funktion soll den Glasfaseranschluss dazu zwingen, mit 100M Geschwindigkeit zu laufen, wenn das entsprechende Endgerät nur 100M unterstützt.

Forward Mode Selection

Häufig verwendete Modi sind Store and Forward, Modified Cut Through, Smart Pass Through und Pass Through. Im Folgenden werden hauptsächlich die häufig verwendeten Modi Store and Forward und Modified Cut Through vorgestellt.

Store and Forward

Bei Store and Forward wird der gesamte Frame zur Überprüfung der Zieladresse, der Quelladresse und des CRC im Speicher abgelegt. Wenn keine Fehler vorhanden sind, wird der Frame an den entsprechenden Port weitergeleitet. Dieser Prozess stellt sicher, dass das Zielnetzwerk nicht durch beschädigte oder abgeschnittene Frames beeinträchtigt wird, kann aber Latenzzeiten verursachen. Die Realisierung dieses Modus erfordert auch keinen großen Aufwand, man muss nur die entsprechenden Änderungen am DIP-Switch vornehmen.

Modified Cut Through

Beim Modified Cut Through-Modus wird der Frame weitergeleitet, sobald die Zieladresse identifiziert ist. Dieser Modus ermöglicht eine geringere Latenzzeit und spart Pufferspeicherplatz. Der Nachteil ist jedoch, dass die Netzwerkleistung durch die Weiterleitung von beschädigten oder abgeschnittenen Frames beeinträchtigt werden kann, die nicht durch das Lesen der Zieladresse erkannt werden können. Diese schlechten Frames können sogenannte Broadcast-Storms erzeugen, bei denen mehrere Geräte im Netzwerk gleichzeitig auf die beschädigten Frames reagieren.

Hinweise zur Implementierung

Medienkonverter verschiedener Hersteller können unterschiedliche DIP-Schaltereinstellungen haben. Einige verwenden eine Taste zur Steuerung einer Funktion, andere zwei oder mehr. Die folgende Tabelle ist aus dem Benutzerhandbuch eines Medienkonverters entnommen. Die LFP-Funktion und FX 100M können mit Taste 1 bzw. Taste 4 gesteuert werden. Jeder Forward Mode steht unter der Kontrolle der kombinierten Tasten. Bringen Sie beispielsweise Taste 2 in die Aus-Position und Taste 3 in die Ein-Position, so wird der Modified Cut Through aktiviert.

Taste Nr. Funktion Position Beschreibung
1 LFP-Funktion OFF Ausschalten
ON Einschalten
2 Forward Modus* H bit OFF/OFF Store and forward
OFF/ON Modified cut through
3 L bit ON/OFF Smart pass through
ON/ON Pass through
4 FX 100M OFF FX 1000M
ON FX 100M
*Kombinierte Tasten

Einige Funktionen können nur unter bestimmten Bedingungen aktiviert werden. Beispielsweise kann LFP nicht implementiert werden, wenn die beiden paarweise arbeitenden Medienkonverter es nicht beide unterstützen und aktivieren.

Fazit

Ein Unmanaged Medienkonverter, der mit einem DIP-Switch ausgestattet ist, kann durch Umschalten der entsprechenden Taste manuell verwaltet werden, so dass die volle Kontrolle über die genaue Funktion, die das Gerät in einer Reihe von definierten Szenarien oder Anwendungen ausführt, möglich ist. Es ist zu beachten, dass die vom Hersteller vorgegebenen Spezifikationen eingehalten werden müssen, da die Bedienung und Funktion des DIP-Schalters an jedem Medienkonverter unterschiedlich ist.

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